Fluß

Ein Fluß bahnt sich seinen Weg

Ein Fluß erwacht zum Leben.



Die Aller ist ein 211 km langer, rechtsseitiger bzw. östlicher Nebenfluss der Weser in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen (Deutschland).Der Fluss, welcher der wasserreichste Zufluss der Weser ist, zählt zu den längsten Flüssen Deutschlands. Ihr Einzugsgebiet umfasst mit 15.744 km⊃2; etwa ein Drittel des Stromgebiets der Weser.

Quellen

Die Aller entspringt in der Nähe von Seehausen und nördlich von Oschersleben (Bode), im Nordwesten der Magdeburger Börde in Sachsen-Anhalt. Sie entsteht aus mehreren Quellbächen, die in den Gemarkungen der Gemeinden Wormsdorf (Ortsteil Gehringsdorf), Ovelgünne (Ortsteil Siegersleben) und Eggenstedt liegen. Der Eggenstedter Zufluss ist der südlichste der Quellbäche.
Zunächst fließt die Aller in nordwestlicher Richtung, sie wird im Osten vom Flechtinger Höhenzug und im Westen von einem Höhenzug begrenzt, der sich vom Lappwald über das Hohe Holz bis vor Oschersleben (Bode) erstreckt. Der Fluss passiert die Orte Eilsleben und Weferlingen, ab Oebisfelde (an der Landesgrenze Sachsen-Anhalt / Niedersachsen) ändert die Aller die Fließrichtung nach Westen: sie folgt nun dem weitgehend nach ihr benannten Elbe-Aller-Urstromtal. Sie fließt weiter in nordwestlicher Richtung über Wolfsburg, Gifhorn, Müden (Aller), Wienhausen, Celle (ab hier schiffbar, Unteraller), Winsen (Aller), Ahlden, Rethem (Aller), Verden (Aller) und mündet einige Kilometer westlich von Verden

Urstromtal

Ab dem Raum Wolfsburg fließt die Aller in nordwestliche Richtung in der eiszeitlichen Abflussrinne des Breslau-Magdeburg-Bremer Urstromtal mit einer durchschnittlichen Breite von 20 km. Das Tal entstand während der vorletzten Eiszeit, der Saaleeiszeit vor rund 200.000 Jahren. Wahrscheinlich nutzte die Elbe dieses Tal zum Abfluss ihres Schmelzwassers in die Nordsee.
Der heutige Flussverlauf der Aller im kilometerbreiten Urstromtal entspricht nicht den zahlreichen Verläufen früherer Jahrtausende und Jahrhunderte. Lange Zeit gab es ein System verflochtener Wasserläufe, die je nach Material- und Wasserzufuhr ihre Lage und Größe änderten. Heute lassen sich mit geschultem Auge zahlreiche trockenliegende Altarme, Totarme und Restarme in der Flussaue finden. Auch Klima und Erosion veränderten die Landschaft in der Abflussrinne des Urstromtals. So entstanden durch den Wind flussparallele Binnendünen, um die sich der Fluss teilweise in Mäandern herumschlängelt.

Nebenflüsse

Als wichtigste Nebenflüsse von links, also auf der südlichen, dem Harz zugewandten Seite münden bei Müden (Aller) die Oker, in Celle die Fuhse, und bei Schwarmstedt die Leine.
Von rechts münden kleinere Flüsse, die vor allem die Lüneburger Heide entwässern. Zu nennen sind etwa in Gifhorn die Ise, in Celle die Lachte, bei Winsen (Aller) die Örtze, bei Rethem die Böhme, Alpe und Wölpe, bei Kirchlinteln-Hohenaverbergen die Lehrde, bei Verden-Eitze der Gohbach und kurz vor der Mündung in die Weser noch die Halse bei Verden-Dauelsen. Alpe und Wölpe wurde in den 1970er Jahren begradigt, zum Teil kanalisiert und dadurch gewässerökologisch an den Rand des Kollapses gebracht.

Landschaft

Die Aller gilt als einer der wenigen zumindest streckenweise unberührten größeren Flüsse in Deutschland, der noch in einer natürlichen Umgebung durch Wiesen und Wälder und entlang kleiner ursprünglicher Dörfer und Landstädte fließt. Daher besitzt sie große Bedeutung für Erholung Suchende in Niedersachsen und ganz Norddeutschland. Diesem Zweck dient auch der Allerradweg.
Zwischen Wolfsburg und Brenneckenbrück (westlich Gifhorn) verläuft parallel – meist einige Kilometer südlich zur Aller – der 1860–1863 gebaute und etwa 18 km lange Allerkanal. Der schnurgerade Wasserweg zweigt von der Aller ab und fließt später wieder zu ihr zurück, die in ihrem natürlichen Flussbett mäandriert. In dem Flussabschnitt bei Wolfsburg streift die Aller das Niederungsgebiet des Drömlings; durch einen Düker bei Wendschott, einem nordöstlichen Stadtteil von Wolfsburg, unterquert die Aller den Mittellandkanal und durchfließt danach den Barnbruch. Östlich von Gifhorn überquert der Elbe-Seitenkanal Aller und Allerkanal auf Dämmen.

Wasserstandsschwankungen

Die Aller nimmt über die Oker etwa die Hälfte der aus dem Harz abfließenden Wassermengen auf (die andere Hälfte geht über die Saale und ihre Nebenflüsse in die Elbe). Dementsprechend war und ist sie durch ihre Nebenflüsse häufig Überflutungen ausgesetzt. Seit der Inbetriebnahme der Talsperren im Harz ist eine Begrenzung der insbesondere jahreszeitlich bedingten Überflutungen möglich, beispielsweise durch zeitversetztes und verlangsamtes Durchlassen des Schmelzwassers von Oker und Ecker sowie Innerste und Grane im Frühjahr. Dadurch kann auch der Wasserstand der Aller bis hinein in die Weser wesentlich mitbestimmt werden. Dieses wird allerdings bewusst auf einem in Grenzen variierenden Niveau gehalten.

Schifffahrt

Schifffahrt wird auf der Aller schon seit Jahrhunderten betrieben. Um das Jahr 1300 war Celle die bedeutendste Kornverladestelle Niedersachsens. Um 1500 konnten die Allerschiffe bereits eine Ladung von ca. 60 Tonnen tragen.

Heute ist die Aller von der Mündung in die Weser bis Celle Bundeswasserstraße. Diese Strecke hat eine Länge von 117 km und entspricht dem Verlauf der Unteraller. Oberhalb der Leinemündung bis Celle wurde die Aller von 1911-1916 durch vier Staustufen reguliert, und damit für größere Binnenschiffe befahrbar. Seit Mitte der sechziger Jahre findet oberhalb von Verden aber nur noch Fahrgast- und Sportbootschifffahrt statt.

Schiffsgrößen Mündung - Verden, Wasserstraßenklasse III (Länge x Breite: 67 m x 9,5 m) Verden - Celle, Wasserstraßenklasse II (Länge x Breite: 58 m x 9,50 m) Oberhalb Celle, nicht schiffbar

Quelle: Wikipedia 2008

 

Unteraller

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Oberaller

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Aller

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Hafen Celle

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