Geschwister da kann man was erleben

Eine Erzählung von Anna Finke,13 Jahre

Es war ein ganz normaler Tag in den Sommerferien. Line und Moppel langweilten sich schon seit 3 Tagen zu Tode, denn sie wußten nichts mit ihrer Zeit anzufangen. Doch plötzlich kam Moppel, der jüngere der Beiden, auf die Idee seine Schwester mal wieder zum Schwarzangeln anzustiften. Line jedoch hatte arge Bedenken, schließlich waren sie vor 3 Tagen dabei erwischt worden (was ja auch der Grund für ihre Langweile war) und hatten ihrem Vater versprechen müssen das so etwas nie wieder vorkommen würde. Aber eigentlich brauchte Moppel nicht viel Über- redungskunst, die Gründe fanden sich schließlich von selbst: 1.Waren ihre Eltern nicht da. 2. Ihren 11jährigen großen Bruder kümmerte es sowieso nicht was die Beiden taten oder nicht. 3. War es die Lösung für ihr Langweile. Und außerdem, wen kümmerte schon ein 10jähriges Mädchen und ein 9jähriger Junge, die zu zweit an die Aller gingen? Also ging es los: Die selbst gebastelten Angeln aus dem Versteck geholt, aus dem Angelkasten ihres Vaters ein paar Haken geklaut, die Würmer aus dem Kompost ausgegraben und ran an die Aller. Stunde um Stunde saßen sie da ohne das ein Fisch anbiß. Langsam wurde es dämmrig und es hatte sich immer noch nichts getan. Gerade als Moppel seine Angel einholen wollte, ging ein Ruck durch sie und die Schnur wurde nach oben gezogen.”Hhhääää”machten die Beiden nur, denn ein Fisch konnte das nun wirklich nicht sein, denn die können ja bekanntlich nicht fliegen. Moppel rollte die Schnur ein. Er und seine Schwester guckten noch bedröppelter als sie es ohnehin schon taten. Denn die Schnur war nicht irgendwo hängen geblieben, sondern wer weiß wie, hatte sich eine Eule darin verheddert, die nun über ihren Köpfen kreiste. Als Line sich wieder gefangen hatte, schnappte sie sich den Kescher ( den hatten sie auch mitgenommen) und stülpte ihn über die Eule, als diese besonders tief flog. Die Eule veranstaltete natürlich ein riesen Theater, aber die Geschwister schafften es trotzdem Sie von der Schnur und dem Haken zu befreien. Danach ließen sie die Eule fliegen. Moppel und Line sahen sich an und mußten beide lauthals anfangen zu lachen. Als sie dann nach Hause kamen, atmeten sie auf , ihre Eltern waren noch nicht da. Zum Glück. Zum Glück?! Für die beiden war es schrecklich .Sie waren zwar nicht erwischt worden, aber erzählen konnten sie ja auch nichts. Beide platzten gleich, besonders als ihre Mutter fragte was denn los sei, denn ihr hibbeliges Verhalten war aufgefallen Aber wer hätte Ihnen denn schon geglaubt? Und die Moral von der Geschicht, Angelschein macht man später oder nicht. Anna Finke, 13

Aus Langeweile zum Angeln gekommen

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