Meißendorf

Meißendorfer Fischteiche

Im Jahre 1881 begann der damalige Eigentümer des Gutes Sunder, Ernst v. Schrader, mit der Teichwirtschaft. Es wurden 51 größere und kleinere Teiche auf den Heide- und Moorflächen angelegt. Die Meiße, ein kleiner Fluss der bei Hodenhagen in die Aller mündet, wurde kanalisiert und speist seither die Teiche mit Wasser.1892 setzte er in seinen ältesten Teich, von 2 ha Größe, 10.000 Karpfeneier ein. Es entstand die größte Karpfenzucht Norddeutschlands. In den 60er und 70er Jahren, des 20. Jahrhunderts, stellte man die extensive Fischzucht zum größten Teil ein. Die Meiße wurde abschnittsweise wieder renaturiert. Im Nordwesten des Gutes Sunder hat die Meiße heute wieder ihren alten Lauf.
Das Gesamtgebiet Meißendorfer Teiche/Bannetzer Moor umfasst 815 Hektar, die Wasserfläche selbst, mit 80 Fischteichen, beträgt etwa 350 Hektar. Sie bildet damit die größte Wasserlandschaft der Lüneburger Heide. Das Naturschutzgebiet umfasst: Teichflächen in unterschiedlichen Sukzessionsstadien Teile der Meißeniederung mit Wiesen und Erlenbruchwäldern mit Kiefern bestandene Talsandflächen im Norden und Osten degenerierte und kultivierte Flächen des Bannetzer Moores mit noch kleinräumig vorhandenen Hochmoorresten. In dem Teichgebiet, das besonders wegen der reichen Vogelwelt bekannt ist, konnten etwa 130 Brutvogelarten, davon ca. 40 in ihrem Bestand gefährdete, und über 60 Rastvogelarten nachgewiesen werden. Außerdem leben dort ca. 40 Libellen- und über 400 Schmetterlingsarten. ( Auszug aus Wikipedia)